Bau des Kunstrasen

Aufbau der Sportanlagen

Das erste Spielgelände in den 20er Jahren war ein besserer „Acker“ und entstand nach Rodung eines Kiefernwaldes am „Invalidenbuckel“, Abtragung der dortigen Sandhügel, Vermischung mit humushaltigem Lehmboden, Glättung und Begrünung
(Zitat: Rudolf Kinscherff).
Nach dem Krieg war dieser Platz in einem sehr schlechten Zustand. Unter Leitung des 1. Vorstands Rudolf Flörchinger wurde 1950 die gesamte Sportanlage erneuert: Hecken und Kastanienbäume wurden gepflanzt, Tore und Zäune komplett erneuert
und zuletzt wurde der Platz mit Hilfe eines Schaufelpanzers der französischen Soldaten nivelliert.

1959 wurde beschlossen, das Spielfeld in einen richtigen Rasenplatz umzuwandeln. Der „Chef“ des Vorhabens, Ewald Kinscherff – Platzwart im Verein und Gärtner von Beruf – erinnert an diese Aktion: 4.800 m² Mutterboden wurden von Otterstadt hergebracht und acht Zentner Samen benötigt, die er allein mit der Hand an einem Samstag im Oktober eingesät hat. Am 24.Juni 1962 wurde unter Vorsitz des 1. Vorstands Willi Fink der Platz offiziell eingeweiht. Einen großen Beitrag zur Finanzierung leistete die Theatergruppe Dudenhofen unter Führung von Karl Flörchinger, die durch ihre Auftritte für den Umbau des Platzes 2.000 Mark erspielten.
Ein Rasenplatz benötigt Wasser. Doch zur Berieselung war dieses nicht in unmittel-barer Nähe vorhanden. So hat am Anfang die Feuerwehr aktiv mitgeholfen. Erst später wurde ein Brunnen auf dem Gelände gebohrt. Metallrohre wurden als „Sondertraining“ von den Mannschaften immer wieder installiert und demontiert.

Auch das Mähen war nicht ganz problemlos: einen Rasenmäher gab es zunächst nicht. So wurde bei Bedarf einer bei der Anilin „ausgeliehen“ und von Ewald Kinscherff zum Platz transportiert. Willi Fink hat dann persönlich den ersten vereins-eigenen „Hacko“-Rasenmäher finanziert.

Ein Spiel vor dem Krieg auf dem

Ein Spiel vor dem Krieg auf dem „Fußballacker“ (im Hintergrund ist die Rennbahn zu sehen)

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Juli 1963 unter Führung von Willi Fink, wurde der Bau des Sportheims beschlossen. Architekt Wilhelm Gläser präsentierte das Vorhaben, das von den Mitgliedern befürwortet wurde. Mit vielen Spenden, aber hauptsächlich durch die tatkräftige Hilfe der Mitglieder, wurde der Rohbau des Sporthauses im November 1964 fertiggestellt. Der Bau des Daches und die Innenausstattung erstreckte sich über das ganze Jahr 1965. Der Verein geriet allmählich unter finanziellen Druck. Dank der Hilfe aller Mitglieder wurde aber weiter-gebaut: die Duschanlagen wurden im August 1966 freigegeben. Die Krönung war das große Fest der Sportheimeinweihung am 3. Dezember 1966. Nach 30 Jahren wechselte der Verein vom „Wingerter“ ins eigene Sportheim.

Die Einweihung des Rasenplatzes 1962 - Mannschaftsführer M. Becker

Die Einweihung des Rasenplatzes 1962 – Mannschaftsführer M. Becker

Unter Leitung von Werner Holdermann wurde Ende der siebziger Jahre die erste Grillhütte gebaut. Dafür wurde das Gebälk der abgerissenen Wirtschaft „Zum Ochsen“ wiederverwendet. Gleichzeitig wurde auch mit dem Bau der Stehränge begonnen.

Klaus Ackermann nahm 1981 direkt nach Amtsantritt als 1. Vorstand die Renovierung der Umkleideräume im Keller des Sportheims vor.
1986 war wieder eine Erneuerung des Rasenplatzes fällig. Der damalige 1. Vorstand Ekkehard Schatek führte die komplette Renovierung durch. Die entstandenen Kosten brachten den Verein in eine finanzielle Notlage.

Die im Jahr 1989 neu gewählte Vorstandschaft unter Vorsitz von Hubert Trauth und mit „Finanzminister“ Berthold Schloßer, konnte durch konsequente Sparmaßnahmen und professionelles Finanzmittelmanagement diese schwierige Situation in wenigen Jahren meistern. Gleichzeitig wurde die gesamte Sportanlage erheblich verbessert: u. a. komplette Renovierung des Sportheimes, Bau der Vereinslaube unter den Kastanienbäumen (als Ersatz der 1980 errichteten Grillhütte), Erneuerung der Tribünenränge, Aufstellen von Ballfangnetzen.

Zu seinem 75. Geburtstag erstrahlen sämtliche Anlagen des FVD in bestem Zustand!

Dr. Francis Klein

Die Einsegnung des Rasenplatzes durch Kaplan Naab

Die Einsegnung des Rasenplatzes durch Kaplan Naab